Komplexe Sätze

Komplexe Sätze

(Soukupová Zdeňka)

Ich habe mit dem Buch Deutsche Syntax von Karin Pittner und Judith Bermann gearbietet und konkret mit dem Kapitel Komplexe Sätze. In doesem Kapitel habe ich etwas von der Einleitung der Nebensätze, von Formen der Nebensätze, von den syntaktischen Funktionen der Nebensätze erfahren.

Sätze können einfach sein oder können mehrere Teile haben und diese nennt man komplexe Sätze. Komplexe Sätze teilen wir in Parataxe – die Satzverbindung und Hypotaxe – das Satzgefüge.

1. Aufbau komplexer Sätze

- Parataxe – die Sätze sind auf gleicher Ebene. Die Sätze können mit dem Ausdruck (und, oder, denn) verbunden sein, das heißt die syndetische Verbindung. Oder ohne den einleitenden Ausdruckden , das heißt mit dem Komma. Diese Verbindung nennt man asydentisch.

- Hypotaxe – in der Hypotaxe sind 2 Typen von Sätzen – ein untergeordneter = subordinierter Satz und ein übergeordneter Satz = Hauptsatz. z. B. Er weiss, dass sie kommt.S97 – in diesem Beispiel steht der Hauptsatz vor dem Nebensatz, aber es ist möglich, dass ein Nebensatz vor dem Hauptsatz steht. Zum Beispiel: Weil er krank ist, kommt er in der Schule nicht.

2. Einteilung der Nebensätze

a) nach formalen Kriterien

Es gibt in der deutschen Sprache untergeordnete Sätze, die durch ein einleitendes Wort angezeigt werden. Und einige Nebensätze haben kein einleitendes Wort. Die eingeleiteten Sätze teilt man durch Element in dem Konjunktionalsatz, Relativsatz und Interrogativsatz, das heißt Fragesatz. z.  B. subordinierende Konjunktion sind:

Er weiss nicht, dass der Hund schon wieder bellt. – Konjunktionalsatz

Der Hund macht, was er will. - Relativsatz

Er kennt einen Hund, der dauernd bellt. – Relativsatz

Er weiss nicht, warum der Hund schon wieder bellt. – eingebettete Fragesatz

Er weiss nicht, ob der Hund schon wieder bellt. – eingebettete Fragesatz“S98

Die typischen Konjunktionen für Konjunktionalsatz sind dass, wenn, sobald, während, obwohl und ob. Ob und was für ein gehören zum Interrogativsatz. Zwischen Interrogativ- und Relativsatz stehen wer, was, welche/r/s, wann, wie, warum, wo, wo + Präposition. Für die Relativsätze sind typisch der, die, das. Uneingeleitete Nebensätze sind entweder Verbzweitsätze, Verberstsätze oder infinite Sätze. Die Sätze mit Verberst- und Verbzweitstellung sind immer finite Nebensätze, das heißt  diese Sätze enthalten immer ein finites Verb.

b) nach funktionalen Kriterien

Sie haben entweder Satzgliedfunktion (Gliedsätze) oder sind selbst Teil eines Satzglieds (Attributsätze).

was, wer

  • · Nebensätze mit Satzgliedfunktion sind erfragbar und pronominalisierbar

- „Subjektsatz: Dass sie gewonnen hat, freut ihn.

- Akkusativobjektsatz: Er sagt, das sie gewonnen hat.

- Präpositionalobjektsatz: Er freut sich, das sie gewonnen hat.

- Genitivobjektsatz: Er vergewissert sich, dass sie gewonnen hat.

- Dativobjektsatz: Sie hilft, wem sie will.

- Prädikativsatz: Sie bleibt, wie sie ist.

- Adverbialsatz: Sie hat sich gefreut, weil sie gewonnen hat.S100

  • · Nebensatz als Teil eines Satzglieds ( Attributsatz)

Attributsätze beziehen sich auf ein Nomen und spezifizieren dieses Nomen näher.

z. B. „Die Frage, die er gestellt hat, ist interessant.S100

  • · Nebensätze ohne syntaktische Funktion im übergeordneten Satz.

„Diese Sätze sind nicht erfragbar und pronominalisierbar.“S100

3. Formen der Nebensätze

a) Relativsätze

Wir teilen attributive und freie Relativsätze ein.  Ein attributiver Relativsatz wird durch ein Relativpronomen – der, die, das und welche/r/s oder wo, wie, wann eingeleitet und diese Nominalpronomen beziehen auf ein Satzglied und bilden zusammen ein Satzglied.

z. B. „Der Wassermann, der im Mühlenweiher lebt, hat einen kleinen Sohn.“S103

Freie Relativsätze sind meistens durch wer- oder der-Relativum eingeleitet.

z. B. „Wer/Der lachen kann, hat mehr vom Leben.S104

Ein Relativsatz mit einleitendem Wort ist ein Attributivsatz, das heißt er ist Teil eines Satzglieds, der freie Relativsatz ist selbst ein Satzglied. Das Relativum im Relativsatz hat dieselbe syntaktische Funktion, wie der Relativsatz selbst im übergeordneten Satz. Das gilt für das Subjekt des Relativsatzes. Aber im Satz: Wo er wohnt, ist es schön.S104 ist die Funktion des Relativadverbs ein Lokaladverbials. Und im Satz:Er macht, was ihm gefällt hat.S104 Der Relativsatz hat die Funktion des Akkusativobjekts, das Relativpronomen „was“ ist das Subjekt des Relativsatzes.

b) eingebettete Interrogativsätze

sind durch Interrogativpronomen/- adverb oder durch subordinierende Konjunktion ob eingeleitet. Mit ob eingeleitete Sätze nennt man eingebettete Entscheidungsfragesätze, mit wer/warum/was eingeleitete Sätze sind Ergänzungsfragsätze. z. B. „Sie fragt ihn, warum/ob er lügt.“S105

c) Konjunktionalsätze

erkennt man, weil diese Sätze mit der Konjunktion dass eingeleitet sind. Sie können auch mit ob eingeleitet werden, aber im diesen Fall handelt  es sich um einen Fragesatz. Für Adverbialsätze hat man mehrere Möglichkeiten von Konjunktionen, z. B.: als, falls, inde,. obwohl, so dass, soweit, während, wenn usw.

d) Zur Unterscheidung von Relativ-, Interrogativ – und Konjunktionalsätzen

Konjunktionen haben keine Satzgliedfunktion im eingebetteten Satz, aber in Relativum oder Interrogativum haben diese Funktion.

z. B. „Er wusste nicht mehr, ob er die ganze Nacht geschlafen hatte. – ob hat keine Satzgliedfunktion

Er wusste nicht mehr, wann er geschlafen hatte. – wann hat die Funktion eines Temporaladverbials

Das Rätsel, das man ihm gestellt hatte, war einfach. – das Relativpronomen das ist das Akkusativobjekt des Relativsatzes.

Die Tatsache, dass man ihm ein Rätsel gestellt hat, ist erstaunlich. – dass hat keine Satzgliedfunktion.“S106

e) Infinite Sätze

sind entweder ungeleitet oder sie werden durch die Infinitivkonjunktionen (an)statt, ohne, um eingeleitet. Im Satz: „Er versprach ihr, bald zu kommen.“S108 ist das Subjekt im Hauptsatz gleich wie im Nebensatz. Diese Erscheinung nennt man Kontrolle. Man unterscheidet 2 Typen von Kontrollen – Subjekt- und Objektkontrolle, je nachdem welche Ergänzung des Hauptsatzes das Subjekt des infiniten Verbs kontrolliert.

z. B. „Er versprach ihr, zu kommen – Subjektkontrolle

Er überredete sie, zu kommen – Objektkontrolle“S108

Das Verb legt fest, ob es sich um die Subjekt- oder Objektkontrolle handelt, weil das Verb festlegt, wie das Subjekt des infiniten Satzes zu interpretieren ist.

4. Syntaktische Funktionen der Nebensätze

Die Haupteigenschaften der Nebensätze, auf die wir sich konzentrieren, sind Formen, die Benutzung eines Korrelats und die Distribution des Satzes.

a) Subjektsatz

  • · Formen

die Sätze, die die Funktion des Subjekts haben, treten entweder als Konjunktionalsätze, als Interrogativsätze, als freie Relativsätze oder als infinite Sätze auf.

  • · Distribution

Subjektsätze können vor dem Hauptsatz, nach dem Hauptsatz oder zwischen zwei Teilen des Hauptsatzes stehen.

  • · Korrelat

Korrelat „es“ kann am Anfang des Satzes oder irgendwo in dem Satz stehen. Aber „es“ muss immer dem Subjektsatz vorangehen.

b) Akkusativobjektsatz

  • · Formen

können als Konjunktional-, als Interrogativ-, als freie Relativsätze auftreten.

  • ·Distribution

Subjektsätze können vor dem Hauptsatz, nach dem Hauptsatz oder zwischen zwei Teilen des Hauptsatzes stehen.

  • ·Korrelat

kann am Anfang nicht stehen.

c) Präpositionalobjektsatz

  • ·Formen

kann als Konjunktionalsatz, als Interrogativsatz, infiniter Satz oder freier Relativsatz auftreten.

  • ·Distribution

Kann nur nach dem Hauptsatz stehen, aber zwischen zwei Teilen des Hauptsatzes oder vor dem Hauptsatz kann nicht stehen, das ist ungrammatisch.

  • ·Korrelat

Im Präpositionalobjektsatz benutzt man das Korrelat von der Kategorie Pronominaladverb und das Korrelat hat andere syntaktische Eigenschaften als „es“ bei Subjekt- oder Akkusativobjektsätzen. Ich beschreibe es auf dem Beispiel: „Darüber, dass sie gewonnen hat, freut sie sich.S111 – grammatisch, darüber ist Pronominaladverb. Aber der Satz: „Es, dass er gewonnen hat, freut ihn.S111* Also, dieses Pronominaladverb kann vor dem Nebensatz und Hauptsatz selbst stehen.

d) Adverbialsatz

unterscheidet man häufig nach semantischen Kriterien:

- Termporalsätze – eingeleitet durch als, wenn, bevor, ehe, nachdem u. a.

- kausale Relationen

- Kausalsätze – weil, da

- Konditionalsätze – wenn, falls, insofern u. a.

- Irrelavanzkonditionalsätze – ob…oder nicht, wie (wer, was)…auch immer u. a.

- Konzessivsätze- obwohl, obgleich, wenngleich u. a.

- Konsekutivsätze – so dass u. a.

- Finalsätze – damit, um u. a.

- Modalsätze – indem, ohne dass u. a.

- Lokalsätze – wo, wohin u. a.

·Formen

Adverbialsätze werden durch Konjunktionalsätze, infinite Sätze, freie Relativsätze und Verberstsätze realisiert. Verberstsätze sind von den Subtypen konditionale und konzessive Adverbiale abhängig. Infinite Sätze erkennt man nach den eingeleitenden Elementen wie um, ohne, (an)statt.

  • ·Distribution

Finite Adverbialsätze können vor/nach dem Hauptsatz stehen und auch zwischen zwei Teilen des Hauptsatzes. Aber Konsekutivsätze mit „so dass“ können nur nachgestellt sein.

  • ·Korrelat

Die meisten der Adverbialsatztypen kann  Korrelat enthalten, aber zu einigen Adverbialtypen gibt es kein passendes Korrelat. z. B. „Sie hat sich nur deshalb so gefreut, weil er auch eingeladen war.

x Er arbeitete zu viel, so dass er krank wurde.“S113

e) Attributsatz

  • ·Formen

Attributsätze können als Relativ-, Konjunktional-, Interrogativ-, Verbzweitsätze oder infinite Sätze realisiert werden. Sie spezifizieren näher eine Nominalphrase oder Adverbphrase.

z. B. „Die Frage, die er gestellt hat, ist interessant.S113

  • ·Distribution

Attributivsätze müssen vor dem Hauptsatz, oder zwischen zwei Teilen des Hauptsatzes stehen.

f) Weiterführender Nebensatz

hat keine syntaktische Funktion im übergeordneten Satz. Unter dem Begriff „weiterführende Nebensatz“ verstehen wir ein Übergang zwischen der Unterordnung und der Nebenordnung. Formal sind diese Sätze untergeordnet, aber inhaltlich sind eher nebengeordnet bzw. weiterführend. Der weiterführende Nebensatz steht meist nach dem Hauptsatz, seine Stellung vor dem Hauptsatz ist ungrammatisch.

Quelle: Pittner, Karin/Berman, Judith: In der deutschen Syntax: Komplexe Sätze. 2. Auflage. Tübingen: Gunter Narr Verlag, 2007

die Erläuterung:

S97, das heißt die Seite Nummer 97 im Buch: Pittner, Karin/Berman, Judith: In der deutschen Syntax: Komplexe Sätze. 2. Auflage. Tübingen: Gunter Narr Verlag, 2007

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2 Antworten to “Komplexe Sätze”

  1. njhp2 Says:

    Versuchen Sie diesen Text zu den Referaten zu geben.

  2. njhp2 Says:

    Korrigieren sie noch einmal die roten Anmerkungen!

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